„Listening“ unter die paulinische Lupe genommen

Einleitung

Bevor eine fresh expression of Church Gestalt annehmen kann, ist es zentral einen intensiven Prozess des Zuhörens zu gehen. „Zuhören“ wird auch später im Entstehungsprozess kontinuierlich praktiziert, doch zu Beginn ist ein fünffaches detailliertes Zuhören wesentlich. Der Prozess dieses Zuhörens gleicht mehr einem zirkulären, als einem linearen Prozess. „Zuhören“ führt so zu einer Bestätigung des Rufes Gottes und dient gleichzeitig als Layout und Klärung der Form, des Formates und der Zielgruppe der fresh expression of Church.

Eigentlich wollte ich euch ja eine soziologisch-theologische Abhandlung präsentieren, wie Zuhören, Kontextanalysen usw. konkret praktiziert werden können und durch eine Methodologie leiten. Doch mein Referat habe ich gestern Nacht nochmals über Bord geworfen, weil ich zufälligerweise über Apostelgeschichte 17 gestolpert bin.[1] Als ich Apg 17,22-34 las sind mir Schuppen von den Augen gefallen. Da wird eigentlich der genaue Prozess des Zuhörens relativ klar und detailliert beschrieben. Vielleicht nicht so ausgefeilt, mit etwas anderen Begriffen, aber es ist schon alles da. So führt dieses Referat weniger durch einen sozio-theologischen Prozess, sondern gleicht einer biblisch-ethnologischen Exkursion zu den alten Griechen und Paulus in Athen.

So soll das Listening heute mit der paulinischen Methodik genauer erörtert werden. Und so beginnt die Reflexion nun gerade beim Wort Gottes. Anhand von Apg 17 lassen sich nämlich fünf sozio-theologische Prozessschritte erkennen.

Die fünf Schritte des Zuhörens können folgendermassen zusammengefasst werden:

  1. Was weisst du schon?
  2. Ethnographische und kontextuelle Untersuchung
  3. Deeper listening
  4. Reflexion und Überprüfung von Berufung und Sendung
  5. Präsentation und Aktion

1.   Was weisst du schon?

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a)    Bewusst Einlassen

„Bewusst“ hingestellt haben sich viele Menschen über die Geschichte hinweg. Das Hinstellen, ist ein physischer Akt, bei welchem man sich willentlich auf das was kommt einlässt und sich diesem Kontext aussetzt: den Freuden und Leiden, der Zustimmung und Ablehnung der Menschen.

Paulus stellte sich hin. Und Martin Luther: hier stehe ich und kann nicht anders. Auch John Wesley, als er schon im 18.Jh. für Reformen im Gefängniswesen und für die Abschaffung der Sklaverei kämpfte. Oder Evangelien Booth, die Tochter des Heilsarmeegründers, welche mit 17 ihre erste Predigt hielt und 1934-1939 die weltweite Bewegung der Heilsarmee als Generalin leitete. Oder Papst Franziskus, wenn er die Menschen auffordert die Türen aufzureissen und als Kirche etwas zu wagen! Viele Menschen und auch wir haben uns schon oft hingestellt.

Das ist nun auch der erste Schritt von Paulus – hingehen – hinstehen – gesehen werden. Wenn fresh expressions oder Kirchgemeinden hörende Kirche werden wollen, müssen sie zuerst wissen, was sie eigentlich wollen, auf was sie sich einlassen und wo sie sich hinstellen wollen und sollen.

Hilfreicher Fragen für den ersten Prozessschritt:

  • Was reizt dich daran überhaupt eine fresh expression zu starten?
  • Zu welcher Gruppe, Gemeinschaft oder welchem Netzwerk zieht es dich hin?
  • Wo ist Gott in dieser Menschengruppe schon am Werk?
  •   Wo sind die Nöte und Schwierigkeiten?
  • Welche Ressourcen, Gaben und Talente bringst du mit?
  • Wer könnten deine Partnerinnen und Partner sein (Kirche und andere Organisationen)?
  • Was sind die „Kosten“ wenn du diesen Weg gehst?
  •   Beabsichtigst du überhaupt, dass Kirche, creatura verbi, ensteht?
  • Was würde dich zum Feiern bringen in einem und in fünf Jahren?
  • Wie kannst du mehr über diese Menschengruppe herausfinden, zu der du dich  berufen fühlst?

b)    Bedeutungsträchtige Orte

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Paulus stellt sich in Athen nicht irgendwo hin, sondern an den geschichtsträchtigsten und einflussreichsten Ort für seine Zielgruppe. Der Areopag ist ein nordwestlich der Akropolis gelegener 115 Meter hoher Felsen mitten in Athen. In der Antike tagte hier der oberste Rat, der gleichfalls „Areopag“ hiess. Wer hier eine Rede hält hat etwas zu sagen, wer hier steht kann Gericht halten, wer hier steht überbringt eine wichtige Botschaft[2].

Paulus weiss genau wo er sich befindet, als Gelehrter kennt er die Mythen, Geschichten und die Bedeutung dieses Geschichtsträchtigen Ortes.

Jede Stadt, jedes Dorf, viele Quartiere, Nachbarschaften und sogar Netzwerke haben ihre geschichtsträchtigen Orte. Diese können physischer, psychischer und digitaler Natur sein. Wer eine fresh expression gründen will muss die wichtigen Orte der Zielgruppe kennen, er / sie muss wissen, wo man sich hinstellen muss.

Für Pfarrer Sieber war dieser Ort am Platzspitz, in Bäretswil wo ich Pfarrerin war, war dieser Ort, für die von der Kirche Ausgetrettenen 30-49 Jährigen, das City-Café und zwar am Freitagabend. Für Fussballbegeisterte ist dieser Ort der Trainingsplatz, usw.

c)    Lokalisieren und definieren der Zielgruppe

3.png

Paulus hat eine ganz konkrete und klar definierte Zielgruppe vor Augen und spricht diese Menschen an: „Männer von Athen“.

Zum „Listening“, dem ersten Schritt, welcher zur Gründung einer fresh expression führen kann, gehört es, dass man sich bewusst ist, wem zugehört werden soll. Welche Menschengruppe steht dabei im Zentrum?

Um das herauszufinden, muss eine Person auch sich selbst zuhören können. Denn die Definition eine Zielgruppe hängt immer auch von persönlichen Netzwerken und Präferenzen ab und davon wo ich schon integriert bin.

Hilfreiche Fragen:

  • Wo habe ich Beziehungen und bin Vernetzt?
  • Mit welcher Menschengruppe kann ich es gut?
  • Welche Hobbies habe ich?
  • Was sind meine Stärken, Schwächen, Interessen, usw.
  • Stell dir eine konkrete Person vor und gib ihr einen Namen.
  • Wo würde sich diese Person aufhalten?
  • Welche Musik hört diese Person?
  • Was gefällt diese Person und was tut sie gerne?
  • Welches Essen schätzt sie?
  • In was für einer Wohngegend ist sie zu Hause?
  • Was schaut diese Person im TV?
  • Welche Mobilitätsmittel stehen dieser Person zur Verfügung?
  • Wie geht diese Person mit Geld, Besitz, Reichtum um?
  • Was ist dieser Person unglaublich wichtig?
  • Welcher Zugang von Evangeliumskommunikation würdest du verwenden, um mit dieser Person in Kontakt zu kommen?

2.   Ethnographische und kontextuelle Untersuchung

Nun sind wir mit Paulus beim zweiten Schritt angelangt, der genauen Analyse des Kontextes.[3]

4Abbildung gesehen bei https://www.instagram.com/p/-xCGUuws6l/

Paulus ging in Athen umher, schlenderte als Tourist durch die Stadt mit ihren Marktplätzen und Heiligtümern. Liess alles auf sich wirken. Nahm sich Zeit. Beobachtete, analysierte und lernte so das Leben der frommen männlichen Athener etwas besser kennen. Paulus eignete sich ethnographisches und kontextuelles Wissen an – wie wir das nun heute in den modernen Sozialwissenschaften nennen würden. Dabei geht es darum in den Kontext einzutauchen, wie eine Ethnographin, unter Fremden zu Leben (oder sich das Bekannte fremd zu machen), um neue Erkenntnisse zu gewinnen.[4] Erst wenn wir den Kontext, die Lebensgewohnheiten, das Sinnstiftende, die Todesangst, die Präferenzen usw. der spezifischen Menschgruppe verstehen, ist ein nächster Schritt möglich.

Mich interessieren beispielsweise Menschen, welche religiöse Tattoos tragen. Gerne spreche ich diese auf ihre Tattoos an, egal ob im Zug, in der Sauna oder in einer Bar. Es erstaunt mich immer wieder, dass ich noch nie abgewiesen wurde. Offen und freundlich erklären mir diese Menschen ihre Tattoos und deren Bedeutung für ihre Biographie und ihre Lebensgestaltung. Ansprechen braucht etwas Mut, doch es kann sehr bereichernd sein.

Hilfreiche Fragen:

  • Was ist die Grösse / der Umfang der ausgewählten Menschengruppe?
  • Wie funktioniert diese Menschengruppe/ dieses Netzwerk?
  • Wie hoch ist der Grad an Kirchlichkeit? Wie ist die religiöse und spirituelle Ausrichtung?
  • Wie sieht die demographisches Situation in Bezug auf andere Kirchen aus?
  • Wie ist sieht die Verteilung von aktiven Kirchenmitgliedern in diesem Gebiet aus?
  • Wie sehen die kirchlichen Statistiken aus (Bsp. nur noch jede 6. Person in der CH lässt sich konfirmieren, in Bäretswil waren es aber noch ca. 80%)
  • Wie ist die Gebäude-Situation? Was gibt es für Gemeinschaftsräume, Treffpunktmöglichkeiten, etc.?
  • Für Netzwerke: wo sind die Knoten- und Angelpunkte? Welche Verbindungspersonen gibt es?

Es ist wichtig sich bewusst zu sein, ob die Untersuchung auf ein Netzwerk oder eine demographische Gruppe / Nachbarschaft oder ein Quartier ausgerichtet ist.

Zusätzliche Fragen:

  • Geht es hier um Pionierarbeit oder weiterführende progressive Arbeit?
  • Überschreitest du mit dieser Arbeit die Grenze deiner Kultur / deines Milieus oder bewegst du dich in einem dir bekannten Kontext?
  • Wohin kannst du gehen, um an die wichtigsten Informationen heran zu kommen?
  • Welche nächsten fünf konkreten Schritte musst du gehen?
  • Gibt es dabei Schwierigkeiten oder Fallstricke?
  • Wie lange wird dieser Prozess dauern?

 

3.    Deeper Listening

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Paulus, der Ethnologe, begriff und erkannte den Kontext, die Fragen und Befürchtungen der Menschen und vor allem die Punkte, wo er an ihrem Leben anknüpfen konnte. Er erkannte, wo Gott in diesem Kontext schon am Werk war und wo es Verbindungen zwischen dem auferstandenen Gott und den Männern Athens gab.[5] Der unbekannte Gott war schon da, er hatte bloss noch keinen Namen, keine Personifizierung und keine Gestaltnahme erfahren.

Doch was Paulus da macht ist hoch kontextuell, er identifiziert die Anknüpfungspunkte und bezieht sich jetzt auch darauf. Er übersetzt das Evangelium in die Sprache der Athener. Reene Padilla sagte einmal: “To contextualize the gospel is to translate it in such a way that the Lordship of Jesus Christ is not an abstract principle or mere doctrine, but the determining factor of life in all its dimensions […] Without contextualization, the gospel will become tangential or even entirely irrelevant.” Die Anknüpfungspunkte aufgreifen heisst sprachfähig zu werden in dem Sinn, dass das Evangelium im jeweiligen Kontext relevant übersetzt wird.

Um sprachfähig zu werden und diese Übersetzungsleistung zu vollbringen, muss der Kontext intensiv erkannt, erforscht und erlebt werden. Dazu gibt es unzählige Methoden, um aber nur wenige zu nennen:

  • Beobachten
  • Erforschen
  • Konversation
  • Treffpunkte gestalten
  • Praktische und diakonische Hilfe anbieten

Folgende Fragen können wegweisend sein:

  • Was sind die Bedrängnisse, Schwierigkeiten, das Elend, die Freuden dieser Menschengruppe?
  • Was ist dieser Menschengruppe das Wichtigste? Welche Werte sind ihnen wichtig?
  • Was ist ihnen nicht wichtig?
  • Wie und in welcher Weise beziehen sich diese Menschen auf Gott? Wie ist ihr Kirchenbild? Beten sie? Glauben sie an eine höhere Macht?
  • Wie lernen sie neue Menschen kennen?
  • Wie und wo ist die Anschlussfähigkeit des Evangeliums bei dieser Menschengruppe?
  • Mit welchen Personen könntet ihr sprechen, welche die Schlüsselpersonen dieser Menschengruppe gut kennen „gatekeeper“?
  • Zu welche Form von Treffen oder Meeting würden diese Menschen kommen?
  • Auf welche authentische Weise kannst du zu diesen Menschen Kontakt aufbauen und in Beziehung treten?

4.   Reflexion und Überprüfung von Berufung und Sendung

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Paulus knüpft immer noch am unbekannten Gott an, an der Sehnsucht und der Neugier der Menschen. Im Unterschied zu diesen ist er sich aber dessen bewusst, was er verkündigt, in wessen Berufung und Sendung er steht und wen er verkündigen will: Jesus von Nazareth den Menschen und Auferstandenen Christus.

Dieser Hörensschritt ist in erster Linie nochmals ein Schritt der Selbstklärung und Selbstreflexion. Er beinhaltet das Hören auf die Schrift, die eigene kirchliche Tradition und Gott. Dieser Schritt steht in der Spannung von kennen und erkennen des eigenen Evangeliums (Selbstreflexive Phase über eigene theol. Überzeugungen und Auffassungen) und des kirchlichen und denominationellen Hintergrundes (Selbstreflexive Phase über die eigene kirchliche Prägung und Bewusstwerdung hinter welcher kirchlichen Tradition man eigentlich loyal steht). Zudem geht es darum ausfindig zu machen, was für diese Gemeinschaft, Menschengruppe oder dieses Netzwerk eigentlich das „Eu-angelion“, die Gute Nachricht ist und darstellt. Nicht überall zeigt sich die befreiende Nachricht des Evangeliums gleich, manchmal sind es Worte, dann Taten, politisches Engagement, diakonische und seelsorgerliche Dienste, oder politischer Widerstand.

Auf der Basis aller gesammelten Informationen geht es nun darum zu überlegen, in welcher Form sich die gute Nachricht genau für deine Zielgruppe zeigen kann/muss. Mit welchen Aspekten des Evangeliums können diese Menschen am leichtesten in Beziehung treten? Welche offenen Türen zu der Menschengruppe gibt es eigentlich? Gibt es solche Türen, wie sie Paulus, durch den Altar des unbekannten Gottes, nutzt? Was wäre die grösste Veränderung in diesem Kontext, welche das Evangelium bringen könnte?

Zusätzlich dazu ist es wesentlich sich folgenden Fragen zu stellen, am besten mit einer positiv-kritischen vertrauten Person:

  • Hast du ein Gefühl von innerer Ruhe über diesem Projekt?
  • Fühlst du eine stille Ermutigung durch Gott?
  • Erscheint dein Plan für dich und andere sinnvoll?
  • Wird das Weitermachen Glaube, Hoffnung und Liebe in dir und anderen stärken, auch wenn es manchmal schwierig ist?
  • Dient das Projekt deinem Ruhm?
  • Haben dich andere Personen, ausserhalb deines Teams, darin bestärkt dass dies der richtige Weg ist?

5.   Präsentation und Aktion

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Nachdem Paulus das Evangelium kontextualisiert in die Lebens- und Glaubenswirklichkeit der Athener übersetzt hatte gab es Bewegung in die Menschenmenge. Einige lachten, aber andere wollten mehr von Paulus wissen und hören und schlossen sich ihm an. Darunter waren auch einflussreiche Persönlichkeiten wie ein Ratsvorsitzender (gatekeeper) und eine einflussreiche Frau, Damaris.

Auf ganz natürliche Weise ist Paulus selbst ein Prozess gegangen. Vom Zuhören ging er zur Kontextualisierung und dann zur Aktion über.

Wer gerne eine fresh expression oder einen Aufbruch in einer Kirchgemeinde starten möchte ist nun hier endgültig am Punkt angekommen, wo es vom Zuhören zur Aktion geht. Ohne dabei das Zuhören je aufzugeben. Von hier aus käme nun der nächste Schritt nämlich der Aufbau von kulturspezifischer christlicher Gemeinschaft. Doch diesem Schritt können wir uns erst an einem nächsten Treffen zuwenden – heute hören wir einfach einmal hin und zu, bevor wir in Aktionismus oder Aktion verfallen.

Beispiele

Gerne würde ich euch zum Abschluss noch zwei konkrete Beispiele von Zuhören präsentieren. Beim Zuhören stehen wir hier ja immer vor der Frage und Herausforderung, ob wir als Einzelpersonen oder als Gemeinde zuhören wollen. Beides geht, beides hat seine Vor- und Nachteile.

Alleine Zugehört hat einer meiner Bachelorstudenten: Er hat Menschen und deren religiöse Expressivität und Evangeliumskommunikation anhand ihrer Tattoos untersucht. Mit einigen Menschen hat er Interviews geführt, sich in ein Tattoo Studio begeben und das Gehörte und Aufgezeichnete in eine Wissenschaftliche Theorie eingebettet und davon weitere Implikationen für Kirche abgeleitet. Cool, spannend und engagiert. Die Arbeit wird demnächst auf der ZKE Homepage zu lesen sein.[6]

8

Zuhören als Gemeinde habe ich im Pfarramt über ein Jahr hinweg ausprobiert: Wir wollten, dass unsere Kirchgemeinde eine hörende Gemeinde wird, die auf ihren Kontext achtet. Deshalb hatten wir in Bäretswil vor ein paar Jahren die Aktion: Kirche Bäretswil hört zu durchgeführt.

Eine ganze Gemeinde wurde mobilisiert im Dorf zuzuhören. Rückmeldungen konnten via Mail, Briefkasten oder verbal gegeben werden. Unglaublich viele Freuden, Nöte, Sorgen und Ressourcen im Dorf kamen so zum Vorschein. Erst nach einem Jahr gingen wir im Prozess einen Schritt weiter, nämlich von Kirche Bäretswil hört zu, zu Kirche Bäretswil geht raus.

[1] Als wissenschaftliche Praktische Theologie und als Kirche erliegen wir immer wieder der Versuchung unser Vorgehen rein sozialwissenschaftlich abzustützen. Doch Kirche ist nicht zuerst Organisation, Struktur und menschliche Strategie, sondern CREATURA VERBI – Geschöpf des Wortes Gottes. Sie entsteht und lebt dort, wo das Evangelium verkündet oder eben inkarniert wird. Dort wo das Evangelium lebendig wird und das Kreatürliche, Kirche, christliche Gemeinschaft, Ortgemeinden, fresh expressions of Church und vieles mehr entsteht. Ein Teil bleibt unverfügbar, da bleibt nur das Vertrauen auf die Missio Dei und doch die Gewissheit, dass diese mehr als 2000 Jahre am Werk ist. Für die Missio Dei Vgl. z.B. David Bosch, Transforming Mission : Paradigm Shifts in Theology of Mission, Maryknoll, N.Y., Orbis Books, 1991; Sabrina Müller, Fresh Expressions of Church – Beobachtungen und Interpretationen einer neuen kirchlichen Bewegung, Zürich, Theologischer Verlag Zürich, 2016.

[2] Wie etwa der Bote Pheidippides, der von Marathon nach Athen lief um die Botschaft des Sieges der Griechen über die Perser zu überbringen. Er lief auf den Berg, verkündete den Sieg auf dem Gipfel und starb.

[3] Viele eindrückliche und ganz aktuelle Beispiele wurden im Verlauf der fx-Konferenz vom 1. April 2017 vorgestellt.

[4] Vgl. z.B. Raymond MADDEN, Being Ethnographic. A Guide to the Theory and Practice of Ethnography, Thousand Oaks, CA, SAGE Publications Ltd, 2010.

[5] Vgl. für weitere Erörterungen zur Missio Dei: David Bosch, Transforming mission, Maryknoll, N.Y., Orbis Books, 1991; Andreas Grünschloss, Missio Dei, in: Religion in Geschichte und Gegenwart: Handwörterbuch für Theologie und Religionswissenschaft, hrsg. von Hans Dieter Betz/hrsg. von Don S. Browning/hrsg. von Bernd Janowski/hrsg. von Eberhard Jüngel, 4. Aufl., Stuttgart, UTB, 2008, Bd.5, S. 1271f; Sabrina Müller, Fresh Expressions of Church – Beobachtungen und Interpretationen einer neuen kirchlichen Bewegung, Zürich, Theologischer Verlag Zürich, 2016.

[6] http://www.theologie.uzh.ch/de/faecher/praktisch/kirchenentwicklung.html

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