Innovatives Lernen in der Praktischen Theologie

Ortsbezogenes Lehren und Lernen

Gedanken zur Weiterbildung digitale und ortsbezogene Lehr- und Lernmodule mit Omleth.

Ich schätze  Lehr- und Lernsettings die Abwechslungsreich und vielfältig sind und in denen Eigeninitiative und Partizipation gefordert ist. Durch die Abwechslung und Angebotsvielfalt sollen die unterschiedlichen Lerntypen und Präferenzen, wie sich jemand neue Lerninhalte aneignet, ernst genommen werden.

So habe ich im Rahmen meines Nachtdiplomstudiums zur Hochschuldidaktik eine Weiterbildung zu digitalem, ortsbezogenem Lehren und Lernen bei Christian Sailer besucht. Für die Erstellung digitaler ortsbezogener Unterrichtseinheiten wurde die online Plattform Omleth der ETH genutzt.

Omleth ermöglicht es der Lehrperson einen digitalen, interaktiven Postenlauf zu erstellen, der dann vor Ort von den Studierenden absolviert werden kann. Beim Postenlauf müssen verschiedene Orte aufgesucht und dabei Aufgaben gelöst werden. Das Smartphone oder Tablet ist unabdingbar und wird als Lern- und Hilfsmittel verwendet.

Da ich ein Fan von kreativen Lehrmethoden bin, erstellte ich selbst meinen ersten digitalen Postenlauf für die Studierenden. (Auf dem Beitragsbild ist ein Ausschnitt dieses Unterrichtsmoduls zu sehen).

So zogen dann auch Studierende der Theologie der UZH mit ihren Smartphones vom Grossmünster her los, um sich ein situatives, theorieeingebettetes Verständnis von kontextueller Theologie in Zürich zu erwerben. Zwischen Grossmünster, ETH, Central und Fraumünster diskutierten die Studierenden sodann über kontextuelle Theologie und über die Bedeutung von Ort und Theologie. Sie beobachteten am Central Menschen und führten Anhand der Beobachtungen einen kirchentheoretischen Diskurs.

Gerade in der Praktischen Theologie weisen viele Lehr- und Lerninhalte einen impliziten oder expliziten Bezug zu lebensweltlichen Themen auf. Smartphones und Tablets können, wenn gezielt eingesetzt, zu hilfreichen multimedialen Werkzeugen werden, um sich Lehrinhalte interaktiv und ortsbezogen anzueignen und qualitative Informationen und Daten senso- und kontextbasiert zu generieren. “Viele Forschungsstudien zeigen, dass mit der Nutzung eines eigenen mobilen Gerätes in Kleingruppen orts- und kontextbezogen das ganzheitliche, kognitiv aktivierende, handlungsorientierte und entdeckende Lernen fördert.“[1]

Diese Form des Lehrens und Lernens hat für mich echt Potenzial, denn verschiedene Lerntypen werden dadurch erreicht, Interaktivität, Gruppenarbeit und Selbständigkeit werden gefördert und der Körper ist Teil des Lernprozesses und wird in diesen integriert. So weist situatives, ortsbezogenes Lernen eine hohe Nachhaltigkeit auf. Digitales ortsbezogenes Lernen ist ein lustvoller, bewegter Umgang mit Praktischer Theologie und gelebter Religion.

Auch im kommenden Semester werden „meine“ Studierenden wieder mit ihren Smartphones unterwegs sein, da ich diese Lernmethode auf jeden Fall wieder anwenden werde.

[1] Christian Sailer, Didactica Weiterbildung, 24.3.17., Ortsbezogenes Lehren und Lernen mit Smartphone oder Tablet.pdf.

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