totsächlich #15 Die unerträglichen Zeiten – oder: Wie feiert man Weihnachten?

Obwohl ich mich durch die Tage hindurchschleppte ging das Leben unaufhaltsam weiter, zumindest auf dem Kalender: Oktober, November, Dezember. Weihnachten rückte immer näher und ich immer weiter weg von den Menschen. Es blieben wenige konkrete Erinnerungen aus dieser Zeit in meinem Gedächtnis haften, sondern vielmehr dumpfe neblige Gefühle, Orientierungslosigkeit und Fremdheit. Die Weihnachtsbeleuchtung auf den… Weiterlesen totsächlich #15 Die unerträglichen Zeiten – oder: Wie feiert man Weihnachten?

totsächlich #14 Die Todessehnsucht

Leben und Tod suchen sich, bedingen sich. Tanzend im Spiel der Gezeiten, ringend um vergehen oder sein. Hoffnung schreitet selbstüberzeugt daher, und schon wieder dahin. Weggetragen vom Wind, verweht durch die Flügel des Sturms. Was bleibt sind Fragen, Suchen und Irren, Sackgassen und Brücken, Sehnsucht nach Unendlichkeit.   Angelikas Tod hinterliess nicht nur eine klaffende… Weiterlesen totsächlich #14 Die Todessehnsucht

# 11 Un-Orte und Zufluchtsräume

Wie bereits im Beitrag #8 „Die Bruchlandung“ angedeutet, war es mir nach Angelikas Suizid nicht mehr möglich das Studium wieder aufzunehmen. Mein Leben ergab keinen Sinn mehr, warum sollte da ein Studium noch von Bedeutung sein? Doch viel mehr als die Sinnlosigkeit konnte ich es nicht ertragen, dass aus „unserem“ Studium und „unseren“ Plänen „mein“… Weiterlesen # 11 Un-Orte und Zufluchtsräume

totsächlich #10 Aus meinem Tagebuch – 29. Oktober 2006

In diesem Beitrag lasse ich einen meiner Tagebucheinträge unzensiert für sich sprechen. Das Ringen mit Gott, das Gedankenschwirren, die Sehnsucht nach meiner Freundin und das Gefühlschaos nach dem Suizid eines geliebten Menschen treten darin „ungeschminkt“ zu Tage: „Es tut mir so weh, dass Angelika nicht mehr hier ist. Alles erinnert mich an sie, mein Tag… Weiterlesen totsächlich #10 Aus meinem Tagebuch – 29. Oktober 2006

totsächlich #9 Gemeinschaft – die nicht trägt

Nach der „Bruchlandung“ haben alle Tätigkeiten und Aktivitäten an Bedeutung verloren und auch die Menschen, ihre Unbeschwertheit und Sorglosigkeit, wurden mir fremd. Witze und Smalltalk waren kaum zu ertragen. Ich verstand vieles nicht mehr, hatte nicht die Energie mich auf das vermeintlich „Oberflächliche“ einzulassen. Am treffendsten fand ich meine damalige Gefühlslage im Gedicht „Im Nebel“… Weiterlesen totsächlich #9 Gemeinschaft – die nicht trägt